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Dezember 2003
 

Das Weihnachtschaos

Wie jedes Jahr einmal muss ja irgendwann einmal der 23. Dezember kommen. Und wie jedes Jahr war er auch dieses Jahr gekommen. Es war das reinste Chaos mit dem Weihnachtsbaum! 

„Ich weiß, ah ich siech doch nigs!“ schreit Papa und hängt mit dem ganzen Kopf in den Tannennadeln, die unseren Weihnachtsbaum reich bedeckten. Lang murmelte er etwas unverständlich in den Baum, als er wieder das Schreien begann. „Mensch, etz' mach hald a'mol' die bleede Musik aus!“ Ich glaube ihn haben die Kinderweihnachtslieder gaaanz schön aufgeregt. Auf jeden Fall sollte ich später mol schaua, ob der Weihnachtsbaum etz gerade steht. Als ich dann ein breites Grinsen aufsetzte und den Kopf schüttelte wurde er noch wütender. Dann fluchte er und steckte seinen schon hochroten Kopf wütend in die Nadeln des Baumes zurück.

Als der Baum dann einigermaßen (aber nur einigermaßen) gerade stand, meinte er, er müsse nun eine Zigarette rauchen. Als er mit der Zigarette im Mund die Tür hinter sich zumachte, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Nach dem Rauchen verschwand er dann noch eine Zeit lang im Grünen des Baumes. Als er dann wieder hervorkroch meinte er: „Ach des passt etza scho, etz schmücktn amol!“ Wir machten uns also ans Schmücken. Natürlich sollte das auch noch nicht der Schluss sein! Nein! Mein Bruder musste natürlich auch noch seinen Senf dazugeben. Als er nämlich eine Kugel herausholen wollte, ließ er sie bei einem Lacher einfach f allen! Ich wusste nicht mehr, was ich sagen sollte, entschied mich aber dann nur für ein Klatschen gegen die Stirn. Als wir dann die Sauerei weggekehrt hatten, bemerkten wir zu allem Unglück auch noch, dass wir nur fünf Kugeln hatten. Wir verteilten sie also gleichmäßig. Als wir dann noch die Lichterkette, Glöckchen und sonstigen Krusch aufgehängt hatten, besahen wir uns unser Werk und lächelten zufrieden. Als er dann trotz der schiefen Lage einigermaßen gut aussah, fehlte noch das Pünktchen auf dem i! Und das bescherte uns unser Hund. Anscheinend gefiel ihm der Baum sehr gut. Er ging auf jeden Fall schwanzwedelnd auf ihn zu, beschnupperte ihn etwas und ging dann immer noch beschnuppernd um ihn herum. Natürlich musste er sich auch noch schütteln. Naja, und dann ist das passiert, auf das ich schon lange gewartet habe. Da wir nur wenig Wasser in den Baumständer geschütet haben, schwankte er, und BATSCH (!) lag er komplett am Boden.
   

Naja, Papa hat ihn dann wieder aufgestellt, und das Ganze ging von vorn los. Trotzdem freia mir uns wieder auf den 23. Dezember, auf den Tag, an dem wir dieses, wie auch letztes Jahr versuchen werden einen Weihnachtsbaum aufzustellen.

Katharina Hobauer, 11 Jahre, Fürth

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Diese Seite wurde zuletzt am 06. Dezember 2003 aktualisiert.
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