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2003: Jan
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Gescheiterte Übernahme Aufsichtsrats-
und Vorstandsvorsitzende der deutschen Banken und der deutschen Wirtschaft
trafen sich unlängst im mecklenburgischen Güster zu in der
Vorbereitungsphase lange Zeit geheim gehaltenen "größten Übernahmegesprächen
unserer Zeit", wie später ein Sprecher mitteilte. Zwei Tage hörte
man Betroffene, diskutierte man mit Experten. Auch
der Bundeskanzler - offiziell besuchte er in Güster eine bisher
verschollene Cousine -und Hans Eichel war dort angeblich mit einem
Schulfreund verabredet - wurden kurzfristig hinzitiert. Edmund Stoiber und
Angela Merkel kamen freiwillig, wurden für jeweils fünf Minuten gehört. Das
Bundeskartellamt hat noch während der Veranstaltung per Fax seine
Zustimmung signalisiert. "Diese Übernahme wird richtungsweisend weit
über unsere Grenzen hinaus sein. . . " "Übernahme
gescheitert", erklärte dann am Ende des zweiten Tages lapidar der
Sprecher von Banken und Wirtschaft, "vorerst . . ." Der
Bundeskanzler soll in einer Sondersitzung des Kabinetts seiner Besorgnis
Ausdruck gegeben haben, dass er auch eine feindliche Übernahme nicht für
ausgeschlossen hält ("Und hier könnte ich nicht einmal mit Rücktritt
drohen! "). Branchenkenner gehen davon aus, dass Banken und Wirtschaft noch in diesem Jahr vollends und offiziell die Regierungsgeschäfte übernehmen werden. Es seien lediglich noch letzte kleinere Abstimmungsgespräche erforderlich. | |
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Harald Romeikat | |